MacBook Air M5 - More power baby!

Das MacBook Air in der aktuellen Version mit dem M5-Chip ist ein guter Allrounder. In diesem Test verwende ich das MacBook Air M5 mit 10 CPU- und 10 GPU-Kernen, 16 GB RAM sowie einer 1 TB großen SSD.

Ich wollte herausfinden, was das MacBook Air M5 eigentlich leisten kann – vor allem angesichts der Tatsache, dass es keinen Lüfter verbaut hat. Bekanntlich drosseln Prozessoren und Grafikchips ihre Geschwindigkeit, sobald sie eine gewisse Temperatur erreichen, wodurch die Leistung abfällt. Was aber, wenn man die Wärmeabfuhr noch etwas verbessert? Die Möglichkeiten sind beschränkt, da Apple hier so gut wie alles zugebaut hat. Man kann jedoch eine Verbindung zwischen der Position, an der der Chip für die CPU/GPU sitzt, und dem Aluminium-Gehäusedeckel schaffen. Das geht z. B. mit Wärmeleitpads.

Nun ist Wärmeleitpad nicht gleich Wärmeleitpad, denn es gibt unterschiedliche Leistungswerte für die Wärmeableitung – angegeben in W/mK (Watt pro Meter und Kelvin, die physikalische Einheit der Wärmeleitfähigkeit). Je höher der Wert, desto besser. Hier muss man allerdings aufpassen, da manche Wärmeleitpads Strom leiten, was man in diesem Fall unbedingt verhindern möchte. Ich habe ein Wärmeleitpad gefunden, das 20 W/mK schafft, und dieses im MacBook Air M5 verbaut. Als einfachen Test habe ich Cyberpunk 2077 installiert, an einer Stelle im Spiel gespeichert und die Werte verglichen. Ich habe das Gerät jeweils eine Zeit lang laufen lassen, um vergleichbare Bedingungen zu schaffen. Tatsächlich war es gestern etwas kühler als heute, womit sich hier ggf. noch ein etwas höherer FPS-Unterschied ergeben könnte. Erst einmal ging es mir aber vor allem darum, herauszufinden, ob die Modifikation überhaupt einen Vorteil bringt.

  • Ohne Wärmeleitpad: 58,46 FPS
  • Mit Wärmeleitpad: 67,65 FPS


Die Leistungssteigerung ist nicht extrem, aber immerhin liegen ca. 9 FPS (ca. 15–16 %) dazwischen. Es sind übrigens noch mehr FPS möglich; ich habe die vom System gewählten Standardeinstellungen (etwa „Mittel“) beibehalten.

Als Wärmeleitpad habe ich das AAIRHUT Thermal Pad (20 W/mK) gewählt. Das Pad sollte eine Stärke von 1,5 mm haben. Der Kontakt ist definitiv gegeben – ich habe es extra noch einmal kontrolliert, da man den Abdruck auf der Abdeckung sieht. Mehr Stärke würde ich nicht wählen; bei weniger weiß ich nicht, ob es ausreicht. Das Wärmeleitpad ist bei Amazon für knapp 17 Euro erhältlich.

Welchen Vorteil erhoffe ich mir daraus? Zum einen mehr FPS bei Baldur’s Gate 3, das ich mir extra für das MacBook Air gekauft habe – eine Beschäftigung für unterwegs. Vor allem aber geht es mir um die Bildbearbeitung: So wird der Export von Bildern schneller gehen (besonders bei einer größeren Anzahl), aber vor allem auch das Entrauschen mehrerer Bilder hintereinander in Lightroom. Am MacBook Pro habe ich z. B. beobachtet, dass sich ab dem dritten oder vierten Bild in Folge die Lüfter zuschalten. Beim MacBook Air passiert das zwar nicht, aber die Leistung fällt ab. Dem versuche ich entgegenzuwirken, zumal die Kosten überschaubar sind (wenn man davon absieht das ich mir extra Werkzeug gekauft habe).

Das Ganze ist hier mit Bildern dokumentiert: