Dell Latitude 7290 (refurbed)

Ich habe schon länger nach einem kleineren Notebook gesucht, das ich als von mir benannten "Daily Bitch" verwende. Sprich, wenn ich keine besonderen Anforderungen habe, nehme ich nur dieses Notebook mit und stecke nicht jeden Tag die Dock ab und an. Oft brauche ich auch gar kein Notebook, meist nur um mal schnell Mails zu checken oder in meinen eBooks nachzuschlagen, etwas zu kaufen (Verwende kein Online-Banking auf dem Smartphone) oder mir Notizen zu machen. Und das nicht nur in der Arbeit, sondern auch am Weg dorthin. Mit einem 15.6" Notebook ist das etwas unpraktisch, da man selten genug Platz hat.

Ursprünglich wollte ich ein Microsoft Surface Laptop LE kaufen, das ist das kleine Teil, das für Schulkinder gedacht ist, mit einem Celeron Prozessor und 4/8 GB Ram und 64/128 GB SSD. Durch einen Bekannten bin ich dann auf Refurbed Geräte gekommen und habe ein Lenovo X280 entdeckt. Ich habe den Händler (BF Laptops Notebooks GmbH) angeschrieben, aber keine Antwort erhalten. Zwischenzeitlich ein wenig recherchiert und mir dann gedacht, es ist vielleicht besser so. Auf refurbed.at habe ich dann das Dell Latitude 7290 gefunden. Dann mal ein wenig über das Gerät recherchiert (Google, YouTube) und mir gedacht, das passt. Als das Gerät dann gekommen ist, habe ich die eine 500 GB NVMe SSD getestet sowie 32 GB Ram aus meinem Razer Notebook beides hat funktioniert. Somit eine vorhandene 1 TB SSD eingebaut, 32 GB Ram bestellt sowie ein 65 Watt Netzteil, da man mir ein fettes 180 Watt Netzteil mitgegeben hat. Das ist ok für zu Hause, aber für unterwegs zu groß. Daher habe ich bei Amazon um 35 Euro ein original Dell Netzteil gekauft.

Installiert war ein Windows 11 Pro, da das ans Gerät gebunden ist, kann man auch jederzeit auf einer neuen SSD Windows 11 Pro installieren, was ich auch auf der ersten 1 TB SSD installiert habe. Irgendwann dachte ich mir aber, eigentlich wollte ich das gute Teil ja mit Linux verwenden, also habe ich auf einer anderen 1 TB SSD (gleicher Typ) Zorin OS 16 Pro installiert, was nun auch aktuell auf dem Notebook läuft.

Das Notebook wurde mit einem exzellenten Zustand für etwas über 300 Euro verkauft. Abgesehen vom 180 Watt Netzteil und das am Gehäusedeckel mal ein Sticker (vermute mal Inventar-Nummer) aufgeklebt war, ist das Notebook in einem Zustand, den ich als neu einstufen würde. Da ist nichts, das auf eine Abnutzung hindeutet, sogar der Akku ist ein einem (laut Bios) exzellenten Zustand.

Geschwindigkeit des Notebooks ist ausreichend, auch die Möglichkeit mit einer 1 TB SSD als auch 32 GB ist hervorragend für so ein kleines Notebook. Vielleicht würden auch 2 TB funktionieren, ich habe nur aktuell keine frei zum Testen. Mit 4 Cores und 8 Threads ist es auch kein Problem, VMs darauf laufen zu lassen. In meinem Fall sind das in der Regel eine VM zum Internet Surfen, eine für Tails, eine Kali Linux Installation, Tails und eine VM für Online-Banking. Ansonsten meist noch VMs zum Testen oder für ein Videotraining/Buch die dann wieder gelöscht werden.

Mit Nextcloud (finde im übrigen OwnCloud besser) halte ich meine Daten gesynct mit den anderen Notebooks bzw. meiner Workstation. Somit kann ich jederzeit meine Notizen in Obsidian weiterführen usw. Da mir jetzt die 3er Lizenz für Typora zu wenig ist, habe ich heute noch eine weitere Lizenz gekauft. Damit komme ich nun definitiv aus.

Was jetzt noch offen bleibt, ist der Tausch der Wärmeleitpaste, daraus erhoffe ich mich eine noch bessere Abwärme, daher weniger Temperatur von der CPU bzw. mehr MHz. Werde ich wie beim Tuxedo testen. Ich nehme an das der Unterschied stärker ausfallen wird, da die Paste im Gerät schon älter ist und damit nicht nur schon ausgetrockneter, sondern auch technisch älter (Wissenstand ist heute ein anderer als vor ein paar Jahren) sowie billiger (wie z. B. bei Lenovo das der Fall war). Dazu wird aber noch ein extra Beitrag kommen.

Mein persönliches Fazit: Die Qualität des Dell Latitude 7290 überrascht mich positiv. Alles wirkt sehr wertig, die Tastatur fühlt sich gut an, das Touchpad reagiert gut. Anfangs habe ich immer nach einem Nippel, wie ich es von den Lenovo gewohnt bin, gesucht. Mittlerweile greife ich immer zum Touchpad, obwohl die Maus angeschlossen ist. Der Grafikchip kommt mit den beiden 27" WHQ Monitoren nicht klar, es gehen entweder beider auf Full-HD oder ich verwende einen auf WHQ und den Bildschirm vom Notebook. Da es nicht das Ziel ist, das Notebook an die Dock zu hängen, ist das auch kein Problem.
Der interne Bildschirm ist von der Auflösung OK, ich denke Full-HD wäre auch in Ordnung gewesen, dann müsste man die VMs nicht immer auf Full-Screen schalten. Aber damit kann ich leben. Schlecht hingegen ist es mit dem Blickwinkel. Links und Rechts geht noch, aber wenn man von oben schaut, verändert sich die Helligkeit sehr. Ich komme aber damit klar, immerhin ist es ein älteres Gerät und um den Preis hätte ich insgesamt nichts (oder nicht viel) besseres bekommen. Die Webcam habe ich im Bios deaktiviert (sind noch andere Dinge, die man deaktivieren kann). Ich verwende keine Webcam selbst bei uns im Unternehmen ist die Webcam kaum bis gar nicht in Verwendung. Privat bisher nur bei Bewerbungsgesprächen und da habe ich immer meine externe Webcam verwendet.

Das Notebook hat übrigens 12 Monate Garantie. Im Gegensatz zu Willhaben, kann ich mich hier an den Händler wenden. Ohne der Garantie hätte ich es nicht gekauft, da ich schon öfter schlechte Erfahrungen mit dem Kauf von gebrauchten Geräten gemacht habe. Und angeblich wurde ein Baum gepflanzt durch den kauf des Refurbed Gerätes.

Warum Zorin OS 16 Pro? Ich habe mal nach ein paar Distributionen im Netz gesucht und mir jede angeschaut. Zorin OS hat mir von der GUI am besten gefallen, ich habe es getestet und bin damit happy. Es basiert auf Ubuntu (was ich schon seit Jahren benutze neben CentOS), was die Entscheidung vereinfacht hat.

Verzeiht mir meine Faulheit bei den Fotos, ich habe diese nur mit dem Smartphone gemacht, war zu faul, die Kamera auszupacken und die Akkus zu laden. Gerät wurde, wie von mir erwähnt, gekauft und wurde mir nicht zur Verfügung gestellt. Es handelt sich um ein gebrauchtes und ausgelaufenes Modell.

Technische Daten

  • 12.5" 1366x76860Hz WXGA TFT, matt
  • Intel i5-8350U (4x 1.70 GHz - 3.60 GHz, 4 Core/8 Threads)
  • Intel UHD 620
  • 32 GB DDR4 3200MHz G.Skill Ripjaws Ram (original verbaut 8 GB DDR4, angeblich max. 16 GB)
  • 1 TB SanDisk Extreme NVMe PCI 3.0 SSD (original 256 GB SATA SSD)
  • 2x 3.1 USB-A, 1x 3.1 USB-C, MicroSD-Card-Reader
  • 1 GBit LAN, HDMI, WLan 802.11 a/b/g/n/ac, LTE-Modem, Bluetooth 4.2
  • 3.5mm Klinke, Webcam HD 720p, Realtek ALC3246 Audio-Chip
  • 1.19 kg
  • Zorin OS 16 Pro - Ubuntu basierende Distribution (original Windows 11 Pro)

Bilder

 

Tuxedo Pulse 15 Gen2

Fotos zu dem Notebook bitte von der Hersteller Webseite entnehmen. Es sieht in real nicht anders aus :) Klicke HIER.

Dass Tuxedo Pulse 15 Gen2 wurde schon in mehreren Tests vorgestellt, weswegen ich nicht zu sehr auf die Details eingehen möchte, vielmehr auf meiner persönlichen Erfahrungen seit August diesen Jahres.
Ich habe das Tuxedo Pulse 15 Gen2 mit 8 GB Ram und ohne SSD bestellt. Ich habe 2x 32 GB DDR4 3200MHz Ram eingebaut sowie 2x Samsung 970 Evo 2 TB SSDs. Meine ersten Tests waren mit den verschiedenen per Webfai zur Verfügung gestellten Distributionen (Tuxedo OS, Ubuntu, ...), allerdings war ich mit keiner davon zufrieden. Tuexdo OS basiert zwar auf Ubuntu, verwendet allerdings KDE und hat, wie auch bei den anderen per Webfai zur Verfügung gestellten Distributionen viel zu viel Software vorinstalliert. Das nervt mich genauso wie bei Windows, nur das es hier sogar noch schlimmer ist.
Daher habe ich Ubuntu von der Cannoncial Homepage geladen und installiert und die Tools von Tuxedo nachinstalliert. Wie leider mit jedem Gerät und einer USB-C oder Thunderdock, gibt es Probleme, wenn mehrere externe Bildschirme im Einsatz sind. So musste ich nach jedem Reboot erst mal den zweiten Monitor deaktivieren, dann wieder aktivieren und an die entsprechende Position verschieben. Bei jedem Reboot. Egal mit welcher Version.
Als ich rausgefunden habe, das das Tuxedo Pulse 15 Gen2 eigentlich ein Schenker VIA 15 Pro ist, habe ich mir die Windows Treiber von der Tuxedo-Seite geladen und Windows 11 Pro installiert und siehe da, es läuft unter Windows 11 besser als unter Linux und das, obwohl hier sogar das BIOS für Linux angepasst wurde. Seitdem läuft das Tuxedo Notebook (so traurig, das auch sein mag) als Daily Notebook unter Windows 11.
Im Übrigen sei noch erwähnt, dass zu dem Zeitpunkt, als ich das alles getestet habe, noch VMware Workstation 16 Pro aktuell war, welche ich auch verwendet habe, es immer wieder Probleme mit dem Kernel unter Linux gab. Mit allen Ubuntu basierenden Versionen, aber auch mit anderen Distributionen (Manjaro etc.). Wenn sie nicht bei der Installation auftauchen, dann meist nach einem Kernel Update (bei Pop! OS gerne öfter) oder auch das eine oder andere Mal nach einem VMware Workstation Update.

Zur Qualität des Produkts: Wie schon bei meinen ersten Eindrücken erwähnt, ist die Tastatur in meinem Fall bei der STRG- und linken Shift-Taste klapprig und wird auch weniger wertig gegenüber Lenovo-, Dell-, Microsoft- und vor allem Razer-Notebooks. Ebenso das Touchpad finde ich misslungen, wenn ich auch die Sperre per doppelten Fingertipp in der linken oberen Ecke sehr gut finde. Alles andere führt sich gut an, das Display ist dünn und lässt sich leicht biegen hat aber bisher keine Probelme gemacht. Gewicht etc. finde ich gut. Was ich weniger gut finde, ist, dass es nur einen USB-C ANschluss gibt und einen USB 2.0 Anschluss, den eigentlich heute mein Mensch mehr braucht. Die Kühlung ist sehr gut umgesetzt, mit dem Tausch der Wärmeleitpaste lässt sich noch ein wenig rausholen. In meinem Test 100 MHz mehr Leistun, 5% weniger Lüftereinsatz und 3°C weniger Temperatur bei Vollauslastung (siehe HIER).
Akkulaufzeit finde ich sehr gut, ich bin niemand, der viel am Akku arbeitet, bisher ist mir der Akku noch nie ausgegangen. Für diejenigen, die den ganzen Tag am Akku arbeiten, mag das anders aussehen.
Leistung ist in Ordnung, ich merke bei hoher Last schon das der 5700U ein sparsamer Prozessor ist, auch wenn er hier mit 35 statt den üblichen 15-25 Watt läuft. Gefühlt ist das Razer mit seinem Intel i7-10750H und 6 Cores etwas flotter unterwegs. Ich mag mich aber auch täuschen, der Unterschied ist nicht der Rede Wert. Wir sprechen da von 10 laufen VMs und den Ram fast am Anschlag und alles ist am Updaten und Patchen. Muss aber auch nicht am Prozessor liegen, kann genauso gut am PCI-Bus liegen. Im Grunde ist es mir aber egal, die beiden Geräte sind aus unterschiedlichen Preisklassen für unterschiedliche Einsatzzwecke.
Das Display ist mit WHQ und seinen 165 Hz das beste, das ich jetzt so unter meinen Notebooks habe, was aber nicht heißen soll, das es nicht bessere gibt. Da kommt halt zum Tragen, das es eine neuere Generation als mein Razer mit Full-HD ist. Ob 144 Hz oder 165 Hz spielt an dieser Stelle keine Rolle.
Der Grafikchip tut auch mit Adobe Lightroom und Photoshop ohne Probleme. Da ich nicht mehr so viel fotografiere und daher auch weniger bearbeite, ist mir der Unterschied (wenn er mich mal auffallen könnte) zu dem Razer oder meiner Workstation egal. Ich habe meine Fotos im RAW-Format auf einer externen 2.5" 4 TB SSD und bearbeite auch von dort aus. Es reicht mir vollkommen aus. Als Kamera kommt die Fuji X-T2 mit 26 MP zum Einsatz. Also alles kein Problem auf ner internen NVMe-SSD wäre es flotter, ist aber preislich einfach zu teuer, vor allem bei meinem seltenen Einsatzzweck.
Gaming - ist bei mir kein Thema, ich habe auch nichts probiere und kann daher dazu gar nicht sagen.
Mobilität - schlankes und leichtes Notebook, vor allem für ein 15.6". Allerdings ist das auch das Manko, ein 15.6" nimmt man nicht so leicht mit. Ich hatte ursprünglich gehofft, dass auch das Pule 15 14" wieder kommt, allerdings ebenfalls mit der Option von 2x SSDs.
Vor ein paar Tagen habe ich mir ein refurbed 12.5" Dell Notebook gekauft für das tägliche mitnehmen. Somit nehme ich das Tuxedo seltener mit, was mir auch lieber ist, da ich auch nicht glaube, dass so ein USB-C Stecker lange halten wird, wenn ich ihn jeden Tag 2x verwende. Leider hat das Teil nur einen davon.

Die Kühlung will ich hier noch mal ansprechen - das Notebook bleibt auch unter Volllast noch "leise". Man hört die Lüfter, wird aber zu keinem Zeitpunkt unangenehm laut. Es ist das leiseste Notebook, das ich bisher kenne, das auch über Lüfter verfügt. Durch die gute Lüftung und daher die Möglichkeit zur guten Abwärme bleibt die Leistung bei voller Auslastung erhalten und drosselt nicht so weit runter wie andere Hersteller. Basistakt der CPU ist 1.8 GHz, der maximale Takt liegt bei 4.3 GHz. Mit der original Wärmeleitpaste habe ich 4.2 GHz permanent geschafft, was schons sehr gut ist. Mit der Thermal Grizzly Kryonaut Extreme die 4.3 GHz (siehe HIER).

Vielleicht hier noch die groben technischen Details:

  • AMD Ryzen 7 5700U 8 core/16 Threads Prozessor
  • 64 GB DDR4 Ram (2x 32GB) - getestet mit G.Skill Ripjaws F4-3200C22D-64GRS (DDR4 3200MHz) als auch mit Crucial Ballistix BL2K32G32C16S4B CL16 3200 MHz - letztere sind verbaut
  • 2x 2 TB Samsung 970 Evo NVMe PCI 3 SSDs (kann nur PCI 3)
  • 15.6" WHQ 165 Hz Display
  • 2x USB 3.2, 1x USB-C, 1x USB 2.0, 1x HDMI, 1x RJ-45 1 Gbit Lan, MicroSD-Card Slot, Netzteilanschluss, Kesington vorrichtung, 3.5mm Klinken.
  • Webcam (habe ich im BIOS deaktiviert, brauche ich nicht)
  • Kühlung mit 2 Heatpipes und 2 Lüfter - sorgt für eine gute Kühlung und auch für einen leisen Betrieb

Mein persönliches Fazit: Ein fast perfektes Notebook. Touchpad und Tastatur ist die Verbindung zwischen Mensch und Gerät und das sollte meiner Meinung nach immer gut sein. Ist wie mit einem Auto und dem Lenkrad. Da kann man in erster Linie noch nacharbeiten, soll aber nicht heißen, dass es schlecht ist. Ich bin nur einfach besseres gewohnt und die Haptik ist mir hier sehr wichtig (. B. bin ich deswegen auch von Nikon zu Fuji gewechselt).
Die USB 2.0 Buchse braucht keiner mehr, entweder gegen eine weitere USB 3.2 tauschen oder aber besser und ein weiterer USB-C Anschluss.
Sonst bin ich mit dem Notebook sehr zufrieden, für die Preisklasse vollkommen in Ordnung. Sinnlos war es für mich allerdings extra ein Tuxedo zu kaufen, wenn ich dann erst Windows verwende, da mir Tuxedo OS nicht gefällt. System76 mit Pop! OS finde ich hier schon ansprechender, macht es aber mit den vielen Updates und mit VMware Workstation nicht besser. Würde ich wieder ein Tuxedo kaufen? Die Frage lässt sich für mich heute nicht beantworten. Das hängt immer vom verfügbaren Kleingeld und dem Einsatzzweck ab. Zum Beispiel wollte ich ein Tuxedo weil, ich einfach den Display Deckel zuklappen möchte und später weiterarbeiten. Das ging mit dem Razer nicht. Als ich dann das Tuxedo hatte und ein neueres ISO am Razer getestet habe, ging das dann auch beim Razer. Mit Sicherheit einer der Gründe warum die Hardware bei Linux Notebooks nicht immer am letzten Stand der Technik ist. Zum Glück nehmen immer mehr Hersteller Rücksicht auf Linux so das man mittlerweile eine brauchbare Auswahl hat.

Solltest du noch fragen zu dem Gerät haben, schreib mir einfach eine E-Mail, ich werde versuchen, sie zu beantworten.

Links:

Lieferumfang, soweit ich mich jetzt noch erinnern kann:

  • Notebook
  • Netzteil
  • Webfai USB-Stick
  • Informationsmaterial
  • Zusatz: 2x Kugelschreiber, 1x Mauspad, 1x Schüsselband (ich hoffe ich habe nichts vergessen)

Zur Information: Das Gerät wurde NICHT zur Verfügung gestellt. Sollte es jemals der Fall sein, dass mir eine Firma ein Gerät zur Verfügung stellt (was ich bei meiner Kritik und Reichweite eher nicht glaube), dann werde ich es auch entsprechend erwähnen.

Linux Manjaro - Der umfassende Praxiseinstieg

Dieses Buch richtet sich ganz klar an Einsteiger, die mit Manjaro beginnen und ist an sich auch das mir einzige bekannte Buch, das man auch als Umsteiger finden kann. Als Umsteiger kann man sich allerdings auch des Internets bedienen.

Das Buch behandelt alles Notwendige von der Erstellung des Boot-Sticks bzw. das Erstellen einer DVD über Informationen der verschiedenen grafischen Oberflächen, der Installation, Grundlagen zu Manjaro, Software verwalten, das Terminal unter Linux mit hilfreichen Befehlen, die ich selbst zum Teil schon wieder vergessen hatte. Grafikkartentreiber installieren, z. B. nVidia, Software-Tipps für Einsteiger sowie erweiterte Software. Wie man Manjaro optimiert, Scripte, Netzwerk, Sicherheit (Firwall, AntiVirus, Backup, uvm.) - kurzum, alles was eben so zum Einstieg braucht.

Ich finde das Buch für ein Einsteigerbuch sehr gut aufgebaut. Manjaro Linux ist quasi das Ubuntu unter dem Arch Linux, wobei es vermutlich auch noch andere Distributionen mit dem Ziel gibt, Manjaro ist wohl der bekannteste Vertreter darunter. Wer immer am aktuellen Stand der Software sein möchte, vom Kernel bis zur Applikation, der ist mit Manjaro Linux gut bedient und hat mit diesem Buch einen einfachen Einstieg.

Autor: Robert Gödl
Verlag: mitp
Preis: 29,99 Euro
ISBN: 978-3-7475-0349-2

Sorry für das schlechte Bild, ich habe bei mitp noch nicht angefragt, ob ich deren Bilder verwenden darf.

Windows 10 Pro

Auch wenn mittlerweile Windows 11 am Markt ist, in vielen Betrieben wird es noch länger das "ausgereifte" Windows 10 geben, ehe man auf Windows 11 umsteigt. Auch bei Gamer ist Windows 10 nach wie vor beliebter als Windows 11, da es noch so einige Probleme gibt bei einigen Spielen (weniger FPS als mit Windows 10 - Stand 01/2022).

Warum Windows 10 Pro und nicht Home? Für einen Betrieb vor allem einmal um den Computer der Domaine betreten zu lassen. Das ist mit der Home Version nicht möglich. Privat vor allem deshalb, weil Microsoft anscheinend noch immer der Meinung ist, dass der private Benutzer seine Daten nicht schützen muss, sprich die Bitlocker Verschlüsselung ist bei der Home Edition nicht mit an Bord. Daher vor allem all jene, die ein Notebook oder Tablet besitzen, SSD/HDD Verschlüsseln.

Zu diesem Buch: Das Buch richtet sich an alle, die sich für Windows interessieren und das potenzial des Betriebssystems voll auskosten wollen. Ebenso richtet sich das Buch an alle, die Windows 10 Supporten müssen, sprich User Support/Helpdesk.

Was findet man in diesem Buch? Ehrlich gesagt ist mir nichts aufgefallen, das fehlt. Ob es nun um das Anpassen von Dingen wie Desktop anpassen, Startmenü, Bitlocker, Installation, Updates, Zeit und Sprache, Datensicherung, Apps sowie Datenfreigaben im Netzwerk, Firewall, Troubleshooting, Hyper-V, VPN, Powershell, uvm.

Meine ersten Berührungspunkte hatte ich noch in der Betaphase von Windows 10, sei es als Benutzer (System Engineer) als auch administrativ (Deployment mit SCCM).

Das Buch kann ich klar empfehlen, da bleibt nicht viel, über das man zu Windows 10 wissen muss. Spielereien gibt es zu jeden System, allerdings meistens auf Kosten der Sicherheit und Stabilität. Das ist zum Glück nicht Thema dieses Buches.

Autor: Mareile Heiting
Verlag: Rheinwerk
Preis: Buch 39,90 Euro / E-Book 39,90 / Bundle 44,90
ISBN: 978-3-8362-7364-0

Das Copyright für das Bild liegt beim Verlag.

Windows PowerShell 5 und PowerShell 7

Die PowerShell, vor allem in der Version 5.x ist für Windows Administratoren ein wichtiges Instrument, je nach Systeme auch unumgänglich weil sich manche Aufgaben nicht ohne der PowerShell umsetzen lassen. Alles darüber hinaus bleibt meiner Meinung nach Geschmackssache. Ich benötige die PowerShell in den meisten Fällen um irgendwelche Auswertungen zu erstellen, diese in eine csv-Datei zu exportieren und in Excel auszuwerten.

Privat habe ich nur ein Backup-Script mit der PowerShell erstellt, mit dem ich wöchentlich meine Daten vom Notebook auf einer externen Disk speichere (Ich habe extra fürs PowerShell lernen Win11 auf meinem Notebook installiert).

Zu diesem Buch: Der große Vorteil von diesem Buch ist, das es sowohl die PoSh (PowerShell) in der Version 5 als auch 7 behandelt. Somit hat man einen Einstieg in beide PoSh Welten (oder auch PS geschrieben), spart Platz im Bücherregal und Geld.

Das Buch beginnt mit dem PowerShell-Basiswissen, dazu gehört unter anderem auch die Geschichte der PowerShell, erste Schritte, erste Befehle, Hilfefunktionen, Pipelining, Ausgaben usw. bis hin über Themen wie Core-Server oder PoSh 7 für MacOS und Linux (falls, das jemand brauchen sollte).

Der zweite Teil wird als Aufbauwissen bezeichnet, befasst sich mit .NET-Klassen in der PoSh, COM-Klassen, WMI, einbinden von C#, VB.NET, API-Aufrufe, Fehlersuche uvm. Teil drei dann um den Praxiseinsatz mit Office, Datenbanken, Dateisystem, Bitlocker, Windows Defender, Hardware- und Softwareverwaltung usw.

In vierten Teil des Buches geht es dann um die Entwicklung von Commandlets, PoSh-Module erstellen und Hosting der PowerShell.

Alles in allem ist dieses Buch sehr umfangreich, ein ordentlicher Schmöker und definitiv nicht als Taschenbuch zu bezeichnen.

Zu meinem Fazit: Ich schreibe das nicht als PowerShell Profi, denn das bin ich nicht. Ich nutze das Buch vor allem als Nachschlagewerk. Da sich an der PowerShell 5 nichts mehr ändern wird, bleibt das Buch also auch auf längere Sicht noch brauchbar (was heute selten vorkommt bei einem IT-Fachbuch). Was mich vielleicht am Ende etwas ärgert, ich habe nur die eBook-Version. In Papierform wäre es klüger gewesen, denn dann könnten auch meine Kollegen nachschlagen.
Das Buch kann ich übrigens mit ruhigen, gewissen empfehlen.

Autor: Holger Schwichtenberg
Verlag: Hanser
Preis; 39,90 €
ISBN: 978-3-446-46081-2

Das Copyright für das Bild liegt beim Verlag.

Linux - Das umfassende Handbuch

Das umfassende Handbuch für Linux, das auch schon seit vielen Jahren liebevoll nach dem Autor "Der Kofer" benannt wird, ist zu einem deutschen Standardwerk für Linux geworden. Ich habe das Buch schon vor vielen Jahren mein eigenen genannt und mittlerweile sind wir bei der 17. Auflage angekommen.

Für wen ist dieses Buch? Das ist pauschal schwer zu beantworten. Definitiv für jeden, der mit Linux anfängt. Von der Installation für Clients, Server als auch Raspberry Pi bis hin zum arbeiten mit der bash (Shell/Terminal), einigen Programmen, Netzwerk als auch Entwicklertools/Editoren, Server Konfigurationen und das in den verschiedensten Ausführungen (Samba, Apache, MySQL/MariaDB, Nextcloud), Backup, Firewalls, Virtualisierung und selbst Docker für Containertechnologie. Fortgeschrittene Benutzer werden weniger oft ins Buch schauen, Profis eher selten bis gar nicht.

Klar muss sein, dass auch einiges nur angeschnitten wird. Wie z. B. die zuletzt genannte Containertechnologie Docker. Damit werden ganze Bücher gefüllt (z. B. Docker das Praxisbuch für Entwickler und DevOps oder Skalierbare Container Infrastrukturen für Admins und DevOps vom gleichnamigen Verlag). Dennoch werden wichtige Dinge besprochen und wer sich zu speziellen Themen weiter Informieren möchte, muss sich die passende Lektüre zulegen oder dann entsprechend, je nach Umfang, die man Pages lesen.

Übrigens, Fedora, (noch) CentOS, RedHat Enterprise Linux, Pop!_OS, openSuSE, Debian, Ubuntu und Mint sind Thema in diesem Buch. Ebenso Raspbian, das Debian Operating System für den beliebten Bastelcomputer Raspberry Pi.

Das Buch ist schon lange eine Empfehlung von mir an all jene, die einen Versuch mit Linux wagen wollen bzw. damit begonnen haben. Ich habe es auch schon das eine oder andere Mal verschenkt. Linux ist heute mehr als nur ein Betriebssystem für Entwickler, geeks, freaks, Hacker, Bastler. Schon lange ist es alltagstauglich und ganze Regierungen und Organisationen, die meisten aller Server im Internet laufen unter Linux. Selbst dank Steam & Co ist das Spielen unter Linux kein Problem mehr.

Autor: Michael Kofler
Verlag: Rheinwerk
Preis: Buch 49,90 € / eBook 44,90 € / Bundle 54,90 €
ISBN: 978-3-8362-8442-4

Das Copyright für das Bild liegt beim Verlag.