Windows Terminal - Kosmetische Anpassung

Auch wenn es nicht wichtig ist, es technisch gesehen keinen Mehrwert bringt, so kann eine optisch ansprechende Applikation schon dafür sorgen, dass man sie öfter ggf. auch gerne benutzt. Im Grunde ist es wie bei vielen im Leben, die richtige Mischung macht es aus.

Unter Linux mag ich RetroTerm, das zwar keinen Mehrwert bringt, mich aber irgendwie unterhält. So mache ich darüber lieber die Updates meiner VMs als über ein gewöhnliches Putty oder Shell-Fenster.

Im Windows-Terminal ist das ähnlich, das ist mir lieber als ein klassisches PowerShell Fenster oder die CMD. Den Retro-Style brauche ich zwar nicht unbedingt, aber alle anderen Anpassungen lassen mich eher das Windows-Terminal benutzen als mit den Standard-Einstellungen.

Hier geht es darum, diese wenigen und vor allem einfachen Anpassungen in Schritten durchzugehen. Wie gesagt, es bringt keinen technischen Mehrwert, ist nur für die Optik, wenn man es mag.

Oben auf den Pfeil klicken um in das Menü zu kommen. Dort auf Einstellungen klicken.

Sofern der RetroLook erwünscht ist, bei Retro-Terminal-Effekte auf Ein klicken.

So sieht es mit den Retro-Terminal-Effekte aus:

Und so ohne:

Den Windows Terminal bekommt man bei Windows 11 mitgeliefert, unter Windows 10 muss dieser über den Windows Store nachinstalliert werden oder per Download von der Microsoft-Homepage (Windows Store ist der einfachere Weg).

Tuxedo Pulse 15 Gen 2 Wärmeleitpaste

Jetzt kommen wir wieder zu dem Punkt, wo es darum geht, herauszufinden, wie gut die Kühlung von dem Notebook wirklich ist und was passiert, wenn man die Wärmeleitpaste gegen eine teurere austauscht.

Gleich vorweg: Flüssigmetall schafft eine bessere Wärmeableitung, birgt aber auch das Risiko eines Kurzschlusses. Da es sich hierbei nicht um ein Tuning Experiment handelt und ich auch keine 2-5 FPS aus einem Spiel herauskitzeln möchte, nutze ich die sicherste und derzeit beste Lösung, die mir bekannt ist, die Thermal Grizzly Kryonaut extreme Wärmeleitpaste. Und nein, ich bekomme sie nicht umsonst und ich bekomme auch kein Geld dafür (aber schlecht wäre es nicht) :)

Ich habe beide Tests bei einer Umgebungstemperatur von 24.8°C gemacht. Alle 8 Cores und 8 Threads wurden in beiden Tests zu 100% ausgelastet, wie man im htop am Foto gut erkennen kann.

Ich habe in beiden Fällen 5 Minuten die CPU auf 100% laufen lassen, ehe ich das Foto von der Tuxedo Software gemacht habe.

Wie man erkennen kann, erreicht die CPU nach 5 Minuten Volllast 72°C bei 4.2 GHz und bei 52% Lüftergeschwindigkeit. Ich finde das echt schon beachtlich, da bei 52% der Lüfter nicht unangenehm wahrnehmbar ist, womit das Notebook auch seinen guten Ruf verdient.

Nachdem ich die alte Wärmeleitpaste entfernt habe (Isoprophanol mit Wattestäbchen und natürlich den Akku abgesteckt) und die Thermal Grizzly Kryonaut extreme aufgetragen habe und alles wieder verschraubt habe, sah der Test wie folgt aus:

Die CPU Temperatur liegt nach 5 Minuten Volllast bei 69°C, bei einer Taktfrequenz von 4.3 GHz und der Lüfter dreht bei 47°C.

Die Werte sind im Übrigen in beiden Fällen zu diesem Zeitpunkt schon stabil gewesen. Also keine Schwankungen.

Das bedeutet das die Wärmeleitpaste 3 °C weniger CPU Temperatur durch bessere Abwärme gebracht hat, einen Geschwindigkeitsgewinn um die 100 MHz und das selbst der Lüfter um 5 % weniger schnell dreht. Das ist insgesamt nicht nur gut für die Lebenszeit von CPU und Lüfter, sondern sorgt im Akku Betrieb auch für weniger Umdrehungen beim Lüfter und somit etwas mehr Akkulaufzeit.

Solche Beobachtungen habe ich schon mehrfach gemacht, sowohl bei meinem damaligen Lenovo T470, bei meinem Lenovo X250 als auch bei meinem Razer Blade 15 2020 Base mit der RTX 2070 und nun auch bei dem Tuxedo Pulse 15 Gen2. Das ich nach all den Erfahrungen von der Kryonaut (2x normal, 2x extreme) überzeugt bin, ist damit auch kein Geheimnis.

Hier nochmal in Tabellen Form:

Lieferzustand Hersteller Thermal Grizzly Kryonaut extreme
72°C CPU-Temperatur 69°C CPU-Temperatur
4.2 GHz CPU-Leistung per Core 4.3 GHz CPU-Leistung per Core
52% CPU-Kühler Leistung 47% CPU-Kühler Leistung

Kühlung geht sehr einfach ab, 3 Schrauben je Lüfter und 3 Schrauben bei der CPU. Beim zuschrauben nicht alle Schrauben einzeln voll anziehen, sondern vielmehr langsam in Kreis immer etwas nachziehen, bis alle schrauben fest sind. Das verhindert, das man die Kante der CPU verletzt bzw. hilft bei der gleichmäßigen Verteilung der Wärmeleitpaste (die Kryonaut extreme ist übrigens rosa/rot und nicht silber, zu sehen ist daher die alte Wärmeleitpaste).

Neues Notebook 2022 - Part 2

Im zweiten Teil sollte es mit der Tuxedo Trible Dock weitergehen, diese hat sich erst um eine Woche verzögert, dann hieß es mitte November. In der Zwischenzeit hatte ich das Tuxedo-Notebook an die Dock meines Arbeitsnotebooks angeschlossen und festgestellt das diese "funktioniert". Warum unter Anführungszeichen? Weil mit aufgefallen ist, dass es immer wieder mal mit diesen Docks Probleme gibt. Egal ob das nun mein Tuxedo ist oder mein Arbeitsnotebook.
Ich habe die Tuxedo Trible Dock storniert und mir die Lenovo USB-C Dock stattdessen gekauft. Heute habe ich diese auch mit dem Razer Base 15 2020 getestet und auch hier funktioniert sie einwandfrei. Getestet mit Windows 10 Pro.

Was gibt es sonst zu sagen? An sich funktioniert das Notebook gut, ich kann den Deckel schließen, wieder aufmachen, ohne das sich das Notebook aufhängt. Ebenso funktioniert Suspend, also auch hier keine Probleme. Die Akkulaufzeit kann ich noch immer nicht beurteilen, ich habe noch nie den Akku leer gemacht, geschweige denn annähernd zur Hälfte genutzt. Manche laufen mit dem Notebook durch die Wohnung oder Haus und nutzen das Gerät überall, ich eher an meinem Arbeitsplatz oder gelegentlich im Büro zum Nachschalgen oder etwas testen.

An die etwas klappernde linke Shift-Taste und das Mauspad habe ich mich gewöhnt, dem Displaydeckel schenke ich auch schon etwas mehr vertrauen. Dennoch ist es nicht mit der Qualität des Gehäuses vom Razer Notebook zu vergleichen (Model 2020 in der Base Version).

Was aktuell noch passiert ist, dass ab und an Bluetooth beim Booten nicht funktioniert. Dann muss ich das Notebook nochmals rebooten. Ich bin mir recht sicher, dass dies an Ubuntu/Kernel liegt. Ebenso springen bei der Dock manchmal die Monitore nicht an, dann muss ich das USB-C Kabel der Dock abziehen und nochmals anschließen.
VMware funktioniert bisher aber so 100% Clean ist das auch nicht. Zwar sind Probleme gegenüber der Seagate Firecuda Gaming Dock komplett verschwunden, aber ab und an gibt es grafische Darstellungsfehler und die Netzwerkverbindung in den VMs bringt zusammen und startet wieder.
Ich weiß nicht, wo das Problem liegt, aber mit meinen zukünftigen Plänen wird VMware vielleicht nur noch selten zum Einsatz kommen unter Linux.

Eine Rezension werde ich noch zusammenfassen, allerdings erst nach der Neuinstallation, um sicherzugehen, dass nichts läuft, das stören könnte und vielleicht das eine oder andere Problem verursacht.

Neues Notebook 2022 - Part 1 Update

Nur zur Info, ich habe nicht vergessen. Es ist nur leider so, dass es wegen Chipmangel usw. sich vieles verzögert, so auch die Lieferung von der Dock, oder Teile davon. Somit wird es noch ein wenig dauern, bis ich meinen zweiten Teil und später auch eine entsprechende Rezension abliefern kann.
Einige Probleme, die ich aktuell habe, sind auf die Seagate Gaming Dock zurückzuführen. Nebenbei dachte ich mir, vielleicht hilft die Seagate Linux Software, tut sie aber nicht. Auf die Anfrage, wie man die Software wieder sauber vom Notebook bekommt, konnte mir Seagate bis dato keine Antwort geben. Der Support meinte über Ubuntu-Software, nur handelt es sich hier um kein deb-File sondern ein run-File. Ich habe kein Problem, alles per Hand zu entfernen, brauche aber die Info, wo das Zeug sich überall eingetragen hat bzw. abgelegt hat.

Also, Part 2 folgt sobald, die Dock da ist und ich alles Testen konnte.

Tails 5.4

Wieder mit etwas Verspätung: Tails 5.4 ist da. Du kannst es HIER herunterladen.

Neues Notebook 2022 - Part 1

Es ist am Dienstag angekommen, das neue Notebook von Tuxedo. Das Tuxedo Puls 15 Gen 2. Die Specs sind auf der Tuxedo Homepage HIER zu entnehmen. So kurz mal ein paar Specs:

  • 15,6" WHQ (2560x1440) 165 Hz Display
  • AMD Ryzen 7 5700U 8-Core/16-Threads CPU @ 35 Watt mit doppel Lüfter und doppelte Headpipes
  • 64 GB DDR4-3200 Ram (2x 32 GB)
  • 4 TB Samsung 970 Evo Plus m.2 nvme-SSD's (2x 2TB)
  • 1,7mm dick/dünn mit 1.5 kg Gewicht

Einbau ist einfach, die 9 kreuz Schrauben vom unteren Deckel abschrauben, mit einem passenden Kunststoffplätchen dann den Deckel vorsichtig lösen. RAM's reinstecken, schrauben raus SSD's rein, wieder anschrauben, Deckel drauf und die 9 Schrauben wieder fixieren. Bisserl einfacher gehts dann noch bei den alten Apple-Notebooks oder beim Razer Notebook (Blade 2020), wo der Deckel nach dem lösen der Schrauben einfacher abzunehmen ist.

Die Qualität des Notebooks kann sich nicht mit der von Razer messen (das Level ist auch hoch), da brauchen wir gar nicht darüber diskutieren. Weder das Gehäuse noch die Tastatur oder das Touchpad. Die Tastatur z. B. klappert leicht bei der linken Shift- und Strg-Taste, das Touchpad ebenfalls leicht. Das hat etwas mit den richtigen Schalter hinter dem Touchpad zu tun, aber die hätte man sich sparen können (braucht man bei anderen Notebooks auch nicht mehr). Der Displaydeckel ist übrigens auch filigran, das Ding biegt sich ordentlich. Ich bin da recht vorsichtig beim Öffnen. Beim Razer rührt sich hier z. B. so gut wie nichts.
Aus den Anschlüssen werde ich auch nicht so ganz schlau. HDMI ist in Ordnung, Netzteil auch und USB 3.1 ebenfalls. Allerdings gibt es noch einen USB 2.0 (wer braucht das 2022 noch?) und leider nur einen einzigen USB-C Anschluss. Für ein Notebook, das 2022 auf den Markt gekommen ist, etwas wenig.

Die Idee mit der Installation von Webfai finde ich gut, USB-Stick rein, Netzwerkkabel anstecken, F7-Taste um ins Boot-Menü zu kommen und vom Stick booten. Dann kann man nach kurzer Zeit zwischen DE und EN auswählen und sich aus ein paar Linux-Distributions-Varianten eine gewünschte auswählen (auch mit Verschlüsselung).
Leider ist Tuxedo OS (aktuellen Stand) mit KDE, mir ist hier Gnome wesentlich lieber. KDE erinnert mich mit seinem "Start"-Menü an ein altes Windows. Geht bei mir gar nicht (ist natürlich subjektiv). Darüber hinaus ist in jeder Form der Installation irgendeine Software vorinstalliert, die ich nicht brauche (je weniger drauf ist, desto stabilier und sicherer). Bei Ubuntu ist z. B. VirtualBox installiert (ich habe VMware Workstation 16 Pro), es fehlte aber Ubuntu-Software für die einfache Installation/Deinstallation von Software. Somit habe ich mir selbst ein Ubuntu 22.04 LTS (von der Ubuntu-Homepage geladen) mit Verschlüsselung installiert in der minimal Installation um mir den ganzen "Mist" den Ubuntu so mitinstalliert zu ersparen.

Aktuell gibt es aber noch Probleme. So mag das Tuxedo Pulse 15 Gen2 nicht mit der Seagate Gaming Dock, ich habe einen Bildschirm auf dem Displayport angeschlossen, der nur mit 1920x1080 funktioniert, anstatt mit 2560x1440. Den Monitor, der auf USB-C auf der Dock hing, hat es gar nicht erkannt (Kabel wurden auch schon ausgetauscht). Der hängt nun auf dem HDMI-Port direkt am Notebook. Mit dem Razer hat selbst das unter Linux funktioniert. Ich bin auch mit dem Support von Tuxedo in Kontakt die sich auch sehr bemühen und versuchen, das Problem bei ihnen nachzustellen. Das hat man kaum bei anderen Notebook-Herstellern. Versucht das mal bei Lenovo, HP oder gar Razer - kaum eine Chance.
Also die Seagate Gaming Dock muss weichen, die eingebaute HDD hat eine aktive Kühlung was mich sowieso nervt, weswegen ich jetzt die (meiner Meinung nach) teure (~350 Euro) Tuxedo TribleDock bestellt habe. Natürlich in der Hoffnung, das damit alles funktioniert.

Warum ist das Gerät trotzdem gut? Erstens ist der Preis in Ordnung. Man bekommt ein Linux-Notebook (so viele Hersteller gibt es nicht die alles dafür anpassen (BIOS, Treiber, Linux-Distribution, ...)), das wirklich gut läuft. Da Tuxedo OS auf Ubuntu aufbaut, funktioniert das einwandfrei und das merkt man. Die Treiber kann man per Tomte nachinstallieren (bei Webfai-Installation natürlich schon alles inkludiert), was auch wenn man ein wenig mit der Shell umgehen kann, echt easy ist.

Der Ryzen 7 mit seinen 8-Cores treibt das Notebook ordentlich an. Wie viel mehr Leistung die 35 Watt anstatt der 15-25 Watt an der CPU bringen, sowie die bessere Kühlung kann ich nicht sagen, aber es läuft wirklich sehr rund und flott und dabei bleibt es leise. Das Display ist sehr gut und lässt für mich keine Wünsche offen (OK, ein Tourchscreen mit Stifteingabe wäre noch ein Bonus), was ich auch sehr genial finde ist, das man das Touchpad mit zweimal Tappen auf der linken oberen Ecke ein- und ausschalten kann.
Was ich nicht getestet habe, ist die Webcam, interessiert mich auch ehrlich gesagt nicht. Sollte man im BIOS deaktivieren können, habe ich mir aber ehrlich gesagt noch nicht angeschaut.

Akku Laufzeit habe ich noch nicht getestet, Sound eigentlich auch noch nicht so richtig und lange schreiben auf der Tastatur auch nicht. Ich muss mich auch erst mal daran gewöhnen, dass die linke Shift-Taste anders klingt und ist, als die anderen Tasten. Die Strg-Taste verwende ich dann doch weniger oft, das ist mir egal. Auch bin ich mir nicht so sicher, wie ich mit dem klappern des Touchpads umgehen soll, es ist nicht schlimm, aber es stört mich irgendwie, auch wenn ich eigentlich meist eine Maus verwende. Vielleicht waren auch meiner Erwartungen einfach zu groß.

Ich werde, wenn die Dock da ist, den Rest noch testen und damit ist dann auch sicher eine weitere bis knapp zwei Wochen mit dem Notebook vergangen.

Wenn man mich fragt, ob ich das Notebook wieder kaufen würde: Ja. Weil das, was mich stört, mich zwar stört, aber der Preis für das Notebook sollte man mit Made in Germany und den Support, den man bekommt, nicht außer acht lassen. Das Notebook kostet aktuell in der kleinsten Ausstattung (8 GB und 250 GB SSD - wobei die SSD muss man nicht nehmen) gerade mal 1.164,00 Euro inkl. Versand nach Österreich. Dazu gibt es auch ein paar Goodies. Ich weiß nicht, wie das so in der Regel aussieht, bei mir war ein Schlüsselband, 2 Kugelschreiber, 1 kleiner Notizblock, der Webfai-USB-Stick (der ist immer dabei) sowie ein Tux-Mauspad dabei. So Dinge freuen mich wirklich, ebenso wie wenn wo Sticker dabei sind. Das sind so die kleinen Dinge, die alles etwas aufwerten, man kann dann so einen Sticker auf sein Notizbuch, Fahrrad, etc. kleben. So Sticker kosten nicht die Welt.
Auch der Karton, indem das Notebook verpackt ist, finde ich gut. Einzige, man könnte hier noch den Kunststoff reduzieren. Vielleicht wird das noch, aber das hat jetzt keinen Einfluss für mich, da ich ja nicht jeden Tag ein Notebook kaufe. Da stört es mich mehr, das der Kaffee im Supermarkt noch immer in Plastikbecher verkauft wird (dem werde ich auch entgegenwirken, schließlich bin ich der Depp, der das Zeug kauft).

So, das ist erst mal genug, mir sind beim Schreiben noch ein paar Ideen gekommen, das werde ich noch erfragen und in Part 2 dazu packen. Ich hoffe das dann alles funktioniert und ich das ganze mit einem Fazit abschließen kann bzw. schreibe ich ggf. eine extra Rezension wenn ich motiviert bin und Zeit habe :)